Das schöne Wetter genutzt und Corona ein Schnippchen geschlagen

Das Corona Konzept hat dazu geführt, dass ein Gemeindeleben so gut wie nicht mehr stattfindet bzw. stark eingeschränkt ist.
So dürfen in St. Katharinen maximal 15 Gläubige an den Gottesdiensten teilnehmen.
Das reicht an den Wochentagen meistens aus, jedoch müssen an den Sonntagsmessen viele Gemeindemitglieder auf eine Teilnahme am Gottesdienst verzichten.

So machten wir uns spontan die Schönwetterperiode zu Nutzen und baten Kaplan Holl nach der Donnerstagsmesse am 10. September im Pfarrbüro bekannt zu geben, dass für den darauffolgenden Sonntag um 9:00 Uhr alle Anmeldungen berücksichtigt werden dürfen.
Schnell waren Helfer gefunden, die die Vorbereitungen in die Hand nahmen.

Altaraufbau, Stühle im richtigen Abstand ausrichten, Desinfektionsmittel usw. waren schnell hergerichtet.

Per telefonischem Rundspruch erging auch die Bitte, ein Gotteslob mitzubringen, denn einem Gesang, den Frau Pacholleck mit der Gitarre begleitete, stand an frischer Luft nichts im Wege.

Ein frischer Wind sorgte zusätzlich dafür, dass mögliche Aerosole sich im wahrsten Sinne des Wortes in Luft auflösten.

Fast 40 Gemeindemitglieder konnten so seit langer Zeit wieder einmal eine hl. Messe mit Gemeindegesang feiern.


Leider wurde die Freude etwas getrübt. Es war wohl (vorerst) die letzte hl. Messe, die Pfarrer Marra mit uns gefeiert hat. Möge diese Sonntagsmesse den Gottesdienstteilnehmern und Pfarrer Marra in guter Erinnerung bleiben.

Die ersten Erfahrungen konnten wir mit einem Open Air Gottesdienst schon am Sonntag, den 9. August sammeln. So haben wir mit Kaplan Kaiser bei morgendlicher Hitze im Schatten der Bäume die hl. Messe feiern können.
Auch diesmal war es ein Abschiedsgottesdienst.

In der darauffolgenden Woche trat er seinen Dienst in einer anderen Pfarrei an.
Wir wünschen Kaplan Kaiser auf diesem Wege Gottes Segen für sein neues Wirkungsfeld.

Das Vorbereitungsteam war voller Hoffnung, dass es mit dem Erntedankgottesdienst nach diesen Open Air Erfahrungen gut gehen würde.
Wie wir aber alle wissen, ist dies ins Wasser gefallen.

Hoffen wir auf das nächste Jahr – und das ohne Corona.

Text und Fotos: Michael Unger